Termine/Veranstaltungen

 (Veranstaltungen, die mit einem * gekennzeichnet sind, werden von der Bibliotheksgesellschaft durchgeführt.) 

  

 

* 15. Dezember 2017

Führung von Frau Monika Höhne durch ihre Galerie "Alte Wache"

Ort: Galerie "Alte Wache", Schlossgarten 2a – Zeit: 15.00

Die Galeristin Frau Monika Höhne, die in der Stadtbibliothek zur Zeit die Ausstellung "Carsten Niebuhrs arabische Reise" zeigt, wird in Zusammenhang mit der Ausstellung interessierte Mitglieder der Bibliotheksgesellschaft durch die Galerie "Alte  Wache" führen. Anschließend möglich ist auch ein gemeinsamer Spaziergang über den Weihnachtsmarkt am Schloss, der bei einem gemeinsamen Punsch, Glühwein, Kaffee oder was auch immer enden könnte.

 

30. Dezember 2017

Lesung von Marianne Haring über Albert Ballin und die erste deutsche Kreuzfahrt

Ort: Hotel Sternhagen (Duhnen) — Zeit:  16.00 Uhr

Lesung von Marianne Haring über die "verrückte" Idee Albert Ballins, "Urlaub auf See" zu machen. Am 22. Januar 1891 startete er in Begleitung seiner Frau und ca 250 weiteren Passagieren die "Orientreise" – eine 55tägige Expedition rund ums Mittelmeer und damit die erste deutsche Kreuzfahrt auf einem Luxusdampfer. Kommen Sie mit auf diese erste abenteuerliche Reise. Auszüge aus dem Buch "Bakschisch" von C. W. Allers, Zeichner und Schriftsteller auf der "Auguste Viktoria" bereichern den Nachmittag.

 

* 17. Januar 2017

"Wat? Noch mehr von Büchern?"

Ort: Voraussichtlich im Restaurant "Wal", Am Schleusenpriel 30 – Zeit: 18:00 Uhr

Allgemeiner "Klönschnack" (2017 noch: "Stammtisch"): Informelles und zwangloses Treffen von Mitgliedern und allen an "Literatur und umzu" Interessierten. Wollen Sie über Literatur, Autoren oder auch nur über das Cuxhavener "Schietwetter" plaudern, dann sind Sie hier richtig!

Den genauen Treffpunkt (wahrscheinlich "Wal") geben wir möglichst bald bekannt, sobald wir die Reservierung haben werden.

 

31. Januar 2018

Lesung von Robert Menasse (Gewinner des deutschen Buchpreises 2017)

Ort: Schloss Ritzebüttel – Zeit: 19.30 Uhr

Eintritt: 10 €, für Mitglieder der BG-Cuxhaven 5 €. VK Kulturinformation/Theaterkasse

Robert Menasse erhielt 2017 den Deutschen Buchpreis für seinen Roman „Die Hauptstadt“. Zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse wurde der mit 25.000 € dotierte Preis der Stiftung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels überreicht. Auszüge der Jurybegründung: Das Humane ist immer erstrebenswert, niemals zuverlässig gegeben: Dass dies auch auf die Europäische Union zutrifft, das zeigt Robert Menasse mit seinem Roman Die Hauptstadt auf eindringliche Weise. Dramaturgisch gekonnt gräbt er leichthändig in den Tiefenschichten jener Welt, die wir die unsere nennen... In Brüssel laufen die Fäden zusammen – und ein Schwein durch die Straßen. Fenia Xenopoulou, Beamtin in der Generaldirektion Kultur der Europäischen Kommission, steht vor einer schwierigen Aufgabe. Sie soll das Image der Kommission aufpolieren. Aber wie? Sie beauftragt den Referenten Martin Susman, eine Idee zu entwickeln. Die Idee nimmt Gestalt an – die Gestalt eines Gespensts aus der Geschichte, das für Unruhe in den EU-Institutionen sorgt. 

David de Vriend dämmert in einem Altenheim gegenüber dem Brüsseler Friedhof seinem Tod entgegen. Als Kind ist er von einem Deportationszug gesprungen, der seine Eltern in den Tod führte. Nun soll er bezeugen, was er im Begriff ist zu vergessen. Auch Kommissar Brunfaut steht vor einer schwierigen Aufgabe. Er muss aus politischen Gründen einen Mordfall auf sich beruhen lassen; zu den Akten legen wäre zu viel gesagt, denn die sind unauffindbar. Und Alois Erhart, Emeritus der Volkswirtschaft, soll in einem Think-Tank der Kommission vor den Denkbeauftragten aller Länder Worte sprechen, die seine letzten sein könnten.

In seinem neuen Roman spannt Robert Menasse einen weiten Bogen zwischen den Zeiten, den Nationen, dem Unausweichlichen und der Ironie des Schicksals, zwischen kleinlicher Bürokratie und großen Gefühlen. Und was macht Brüssel? Es sucht einen Namen – für das Schwein, das durch die Straßen läuft. Und David de Vriend bekommt ein Begräbnis, das stillschweigend zum Begräbnis einer ganzen Epoche wird: der Epoche der Scham.

Robert Menasse wurde 1954 in Wien geboren und ist auch dort aufgewachsen. Er studierte Germanistik, Philosophie sowie Politikwissenschaft in Wien, Salzburg und Messina und promovierte im Jahr 1980 mit einer Arbeit über den »Typus des Außenseiters im Literaturbetrieb«. Menasse lehrte anschließend sechs Jahre - zunächst als Lektor für österreichische Literatur, dann als Gastdozent am Institut für Literaturtheorie - an der Universität São Paulo. Dort hielt er vor allem Lehrveranstaltungen über philosophische und ästhetische Theorien, u. a. über: Hegel, Lukács, Benjamin und Adorno. Seit seiner Rückkehr aus Brasilien 1988 lebt Robert Menasse als Literat und kulturkritischer Essayist hauptsächlich in Wien. (Text Suhrkamp Vlg.)