Termine/Veranstaltungen

(Veranstaltungen, die mit einem * gekennzeichnet sind, werden von der Bibliotheksgesellschaft durchgeführt.) 

 

31. Januar 2018

Lesung von Robert Menasse (Gewinner des deutschen Buchpreises 2017)

Ort: Schloss Ritzebüttel – Zeit: 19.30 Uhr

Eintritt: 10 €, für Mitglieder der BG-Cuxhaven 5 €. VK Kulturinformation/Theaterkasse

Robert Menasse erhielt 2017 den Deutschen Buchpreis für seinen Roman „Die Hauptstadt“. Zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse wurde der mit 25.000 € dotierte Preis der Stiftung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels überreicht. Auszüge der Jurybegründung: Das Humane ist immer erstrebenswert, niemals zuverlässig gegeben: Dass dies auch auf die Europäische Union zutrifft, das zeigt Robert Menasse mit seinem Roman Die Hauptstadt auf eindringliche Weise. Dramaturgisch gekonnt gräbt er leichthändig in den Tiefenschichten jener Welt, die wir die unsere nennen... In Brüssel laufen die Fäden zusammen – und ein Schwein durch die Straßen. Fenia Xenopoulou, Beamtin in der Generaldirektion Kultur der Europäischen Kommission, steht vor einer schwierigen Aufgabe. Sie soll das Image der Kommission aufpolieren. Aber wie? Sie beauftragt den Referenten Martin Susman, eine Idee zu entwickeln. Die Idee nimmt Gestalt an – die Gestalt eines Gespensts aus der Geschichte, das für Unruhe in den EU-Institutionen sorgt. 

David de Vriend dämmert in einem Altenheim gegenüber dem Brüsseler Friedhof seinem Tod entgegen. Als Kind ist er von einem Deportationszug gesprungen, der seine Eltern in den Tod führte. Nun soll er bezeugen, was er im Begriff ist zu vergessen. Auch Kommissar Brunfaut steht vor einer schwierigen Aufgabe. Er muss aus politischen Gründen einen Mordfall auf sich beruhen lassen; zu den Akten legen wäre zu viel gesagt, denn die sind unauffindbar. Und Alois Erhart, Emeritus der Volkswirtschaft, soll in einem Think-Tank der Kommission vor den Denkbeauftragten aller Länder Worte sprechen, die seine letzten sein könnten.

In seinem neuen Roman spannt Robert Menasse einen weiten Bogen zwischen den Zeiten, den Nationen, dem Unausweichlichen und der Ironie des Schicksals, zwischen kleinlicher Bürokratie und großen Gefühlen. Und was macht Brüssel? Es sucht einen Namen – für das Schwein, das durch die Straßen läuft. Und David de Vriend bekommt ein Begräbnis, das stillschweigend zum Begräbnis einer ganzen Epoche wird: der Epoche der Scham.

Robert Menasse wurde 1954 in Wien geboren und ist auch dort aufgewachsen. Er studierte Germanistik, Philosophie sowie Politikwissenschaft in Wien, Salzburg und Messina und promovierte im Jahr 1980 mit einer Arbeit über den »Typus des Außenseiters im Literaturbetrieb«. Menasse lehrte anschließend sechs Jahre - zunächst als Lektor für österreichische Literatur, dann als Gastdozent am Institut für Literaturtheorie - an der Universität São Paulo. Dort hielt er vor allem Lehrveranstaltungen über philosophische und ästhetische Theorien, u. a. über: Hegel, Lukács, Benjamin und Adorno. Seit seiner Rückkehr aus Brasilien 1988 lebt Robert Menasse als Literat und kulturkritischer Essayist hauptsächlich in Wien. (Text Suhrkamp Vlg.)

 

15. – 17. März 2018

"Lesen ist Lebensqualität" – Fahrt des Cuxliners zur Leipziger Buchmesse

Unter dem Motto "Lesen ist Lebensqualität"  bietet die Firma Cuxliner wieder eine Fahrt vom 15. bis 17. März 2018 zur Buchmesse nach Leipzig an. Informationen rund um die Literatur, Autoren in den Messehallen erleben, abends in teilweise ungewöhnlicher Umgebung einen Schriftsteller*in zu hören; wie gewohnt, kompetent vorbereitet von Marianne Haring. Informationen und weitere Details: 04721/600645

 

* 21. März 2018

"Wat? Noch mehr von Büchern?"

Ort: Restaurant "Wal", Am Schleusenpriel 30 – Zeit: 18:00 Uhr

 Allgemeiner "Klönschnack" (2017 noch: "Stammtisch"): Informelles und zwangloses Treffen von Mitgliedern und allen an "Literatur und umzu" Interessierten. Wollen Sie über Literatur, Autoren oder auch nur über das Cuxhavener "Schietwetter" plaudern, dann sind Sie hier richtig!

 

*15. April 2018

"Every grain of sand" – Literatur und Musik von Bob Dylan

Ort: Stadtbibliothek Cuxhaven: Vortragssaal – Zeit: 11:00 Uhr (Matinée)

Der amerikanische Songwriter und Bob Dylan erhielt 2016 den Nobelpreis für Literatur. Dies wurde in der Presse sehr kontrovers diskutiert, da er allgemein eben als Musiker berühmt war, aber man sich eher selten mit den Texten, die mit seiner Musik verbunden waren und sind, beschäftigt hat. Wir wollen uns sowohl mit der poetischen Qualität seiner Texte auseinandersetzen als auch mit der Verbindung von Text und Musik, die ja zusammengehören und eigentlich nur so verständlich sind. Zu diesem Zweck werden die Cuxhavener Musiker Jan Richert (Gitarre, Gesang), Birgit Berends (Flöte/n) und Stefan Kirchhoff (Gesang, Bass, Gitarre) ausgewählte Songs vorstellen, während Ralph-Johannes Lilie über die Person Bob Dylan und die literarischen Aspekte seines Schaffens informieren wird. Die einzelnen Stücken werden in englischer Sprache vorgetragen, aber jeweils von einer deutschen Übersetzung begleitet, so daß jeder den Texten problemlos folgen kann.